Kinky Amsterdam, Fietsenalarm und gute Nachrichten

von Ralf Kock am 20.05.2019 / in Allgemein
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Egal wie man zur Cannabis-Frage steht… Amsterdam ist einfach eine coole, unglaublich bunte und inspirierende Stadt.

Das gilt natürlich vor allem erstmal für das historische Zentrum ‚De Wallen‘, wo bekanntes Citylife mit Shoppingkultur und Straßencafes auf Coffeshops, Kneipen, Pubs, jeder Menge Fensterhuren, Gaytreffs

sowie Sexshops treffen und in einem irgendwie harmonischen Arrangement miteinander verschmelzen. Es passt hier einfach. Die Stadt wirkt herrlich schräg, relaxed, jung und sexy. Dazu die Schönheit der historischen Architektur und der Grachten…

Ich jedenfalls hatte einmal mehr sofort so eine Art Dauer-Lächeln im Gesicht, als ich dort war.

Whow!

Diese gefühlt entspannte Grundatmosphäre beschränkt sich aber nicht allein auf ‚De Wallen‘. Sie ist ähnlich auch in anderen Teilen der Stadt bzw. vielleicht sogar des ganzen Landes zu spüren.

Dazu trägt auch zu einem erheblichen Teil die Art der Fortbewegung bei. Die Niederländer schwören nämlich ganz offensichtlich auf ihr ‚Fietse‘ (Fahrrad). Überall wird geradelt was das Zeug hält.

In Amsterdam führt das dazu, dass dort zwar auch Autos herumfahren, die aber definitv nicht das Verkehrsgeschehen dominieren. Dafür sind überall und ständig tausende von Radfahrern unterwegs. Egal ob Businessdress oder Outdoorklamotte.

Außerhalb der historischen Altstadt gibt es sogar regelrechte Fahrrad-Highways, wo sich Rad- und Rollerfahrer einträchtig auf eigenen Richtungsfahrbahnen wie auf Ameisenstraßen fortbewegen.

Hinzu kommen jede Menge kostenloser Fähren für Fußgänger und Radfahrer (am Bahnhof allein 4 Anleger mit Abfahrten alle 4 Minuten) über den Ij, der Noord Amsterdam von dem Zentrum trennt.

Für den Außenstehenden wirkt es bisweilen insbesondere an Knotenpunkten ziemlich wuselig. Aber es läuft im Grunde auch hier alles sehr entspannt ab.

Hier machen es die Holländer (ähnlich wie die Dänen in Kopenhagen) vor, wie innerstädtischer Nahverkehr geht.

Als Deutscher mit wenig Holland-Erfahrung muss man sich aber erstmal etwas eingrooven, um nicht Gefahr zu laufen, von einem Fahrrad über den Haufen gefahren zu werden. Also aufpassen!

Während ich da also so am Freitag durch ‚De Wallen‘ streife und die Atmosphäre genieße, geht mein Telefon und Timo von UK-Sails ist dran. Er klingt gut gelaunt. Und tatsächlich hat er gute Nachrichten. Mein neuer Großbaum wird bereits am Montag, den 20. Mai fertig und ist dann in Browershaven abholbereit. Wie geil ist das denn?!

Jetzt muss ich also nur noch hinsegeln, was allerdings nicht bis Montag gelingen wird. Macht nix, ab jetzt herrscht endlich richtige Klarheit und bis Dienstag sollte es machbar sein, dort einzutreffen.

Die kurze Tour durch den Noordzeekanal am nächsten Tag nach Ijmuiden ist easy going bei strahlendem Sonnenschein und nach der vorerst letzten Schleuse atmen wir den typischen würzigen Duft der Nordsee ein. Endlich mal wieder. Herrlich!!

Kaum sind die Leinen fest, heißt es ab über die Dünen an den Strand. Dort schalten wir in einer total gechillten Lounge erstmal auf den Beachclub-Modus um…

 

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